Schaumsperren

Auch um Schaumsperren ranken sich viele Legenden. Sie gehen von „hat es nie gegeben“ bis zu „wurden Tunnel komplett mit Polyurethanschaum (PUR-Schaum) verfüllt“. Beides ist falsch.

Der zu blockierende Tunnel wurde durch eine Holzgatterkonstruktion mit aufgelegter Folie abgedichtet. Anschließend wurde mittels des unten abgebildeten Generators durch ein Tensidgemisch (also prinzipiell handelsübliches Spülmittel, nur stärker schäumend) Schaum erzeugt und in den Tunnel geblasen.

Dieser Schaum hielt bis zu 72 Stunden. Tests mit Panzern ergaben, dass diese nach spätestens 10 Sekunden stehenblieben, da der Motor durch den Schaum keinen Sauerstoff mehr bekam.

Im Bereich des Fulda Gaps soll es 1 Objekt dieser fast kuriosen Sperrart gegeben haben, welches bislang aber nicht verortet werden konnte. Angaben über weitere Schaumsperren zur Zeit des Kalten Krieges auf dem Gebiet der Bundesrepublik liegen nicht vor.

Leichtschaumgenerator LG 200

(Aktualisierungsstand: 30.01.2026)